Hilfsprojekt Kenia

Hier informiere ich euch

  • über das durch EURE Hilfe möglich gewordene Hilfsprojekt, 
  • über den Stand der Spendengelder und 
  • darüber, was schon entstanden ist.
Kombani Kids

Um den Reise-Blog vom Hilfe-Blog zu entkoppeln, geht es hier weiter. Wer also gern den Beginn dieser durch euch möglich gewordenen Aktion in einer sehr strukturschwachen Küstenregion in der Nähe von Mombasa verfolgen möchte, geht zunächst kurz zurück in den Reiseteil (unter REISE – Kenia) und findet dort den Ausgangspunkt, der gar nicht zum Ziel hatte, um Spenden und Hilfe aufzurufen. Diese beiden Dinge kamen jedoch spontan als Reaktion und nun ist es an mir, mit diesen Mitteln vertrauensvoll umzugehen. 

21.11.2021

Ankündigung!

Leider muss das Konzert verschoben werden. Ich nehme an, dass euch die Gründe leichter einleuchten als mir in 9000 km Entfernung, wo das C-Wort beinahe bedeutungslos ist… Kostja sucht nach einem geeigneten Ersatztermin, eventuell auch nach einem anderen Ort, denn es zeichnete sich ab, dass das Konzert sehr groß ausfallen würde.

Für die aufgeführten Projekte startet am Sonntag, dem 21.11.2021, um 19 Uhr (Einlass) ein Benefizkonzert vom Kostja in Jena im Eden, welches ihr in der Johannisstraße findet. Mit dabei sind Veko, Diogo und Bobby Tool. Leider ist die Strecke von Kenia dann doch etwas lang, sonst wäre ich gern dabei… Würde mich freuen, wenn ihr zahlreich erscheinen könnt. Es besteht, wie ich das vernommen habe, die 2-G-Regel.

6.11.2021

Hilfe ist an allen Ecken und Enden nötig und wird deshalb in 3 Kategorien aufgeteilt:

  1. EducAid Kenya e.V. – Bamburi – Mombasa – Kilifi

Nachhaltiges Schulprojekt in Bamburi, Mombasa (oft schon Kilifi [County Kilifi] zugerechnet) – ein zweites Schulgebäude steht vor der Vollendung:

Erweiterungsbau der EducAid Academy in Bamburi, Kilifi

Diese Hilfen sind m.E. die nachhaltigsten, weil hier längerfristig in Bildung investiert wird und die aus meiner Sicht wichtigsten Kriterien alle erfüllt sind… es entspricht jetzt schon meiner Traumschule in diesem Land, die durch weitere Förderung wachsen kann.

  • warmes Essen täglich für ALLE Kinder
Mahlzeiten in einem riesigen überdachten und dadurch schattigen Bereich
  • fließendes Wasser und Fokus auf Hygiene und gesunde Ernährung (z.B. eigens angebautes Gemüse aus dem Schulgarten)
  • Patenschaften für hilfsbedürftige Kinder (strenge Kriterien zur Vergabe dieser Gelder)
Schulgebäude Nr. 1

Patenschaften sind auch teilbar und würden dann in etwa mit 10 Euro im Monat ein Jahr freie Bildung, Essen, Schuluniform abdecken. Dazu würden sich zwei Personen ganz konkret um ein Kind kümmern, lernen dieses kennen, können es, wenn gewünscht, auch einmal besuchen und ermöglichen einen gebildeten Start ins Berufsleben. Allein kostet so eine Patenschaft 250 Euro im Jahr, was sicher für junge Leute nicht so einfach zu bewältigen ist.

Einmalspenden sind ebenso willkommen, wie auch Spenden aus dem Erlös des Benefizkonzertes, welches Kostja am 21.11.2021 im Eden (Johannisstraße) in Jena geben wird.

Weitere Infos zur NGO aus Klettbach bei Weimar hier:

 2. Muamalaat Grundschule in Kombani

Unmittelbare Hilfe für die Kleinen an der Grundschule, an der ich gerade als Lehrer arbeite. Hier kann mit der Versorgung mit den nötigsten Materialien für die Schüler sehr gut geholfen werden.

Meine Arbeitsort in Kombani

Außerdem kann und konnte das Pausenprogramm durch den Kauf von Spielgeräten etwas erweitert werden. Die Schule hatte nicht einen einzigen Fußball, bevor ich kam.

1. FC Kombani 🙂

Sie hat bis heute kein fließendes Wasser, weil die Schulleitung und der Besitzer der Schule nicht an Veränderungen interessiert sind. Ich habe mich um die Reparatur der Regenwasserauffanganlage gekümmert. Ein Brunnen würde uns (also ich meine euch und mich) von den Kosten überfordern und da die Schulleitung sich um nichts kümmert, nicht einmal um die Bereitstellung von Kreide und Schwämmen, ist hier leider auch keine Nachhaltigkeit gegeben. Selbst wenn also nach Wasser gebohrt würde, gäbe es niemanden, der diese Technik dann instand hielte. Es wären also Perlen vor die Säue und auch wenn das einem sehr wehtut, gehört das zu den Dingen, die ich nicht ändern kann. Dennoch oder gerade deshalb haben diese kleinen Schülerinnen und Schüler, die so lieb und dankbar sind, eure Zuwendungen so glücklich aufgenommen und ich bereue keinen Schilling, der für sie ausgegeben wurde und es gäbe mit weiteren Spenden immer noch viele Dinge, die nur für die Schüler angeschafft werden könnten.

Buntstifte sind einfach klasse!

Leider kann auch die Essensversorgung nicht nachhaltig gesichert werden. Gehen die Sponsoren, gibt es auch nichts mehr zu essen für die, die es sich nicht leisten können.

3. Mikel Integrated (Pre)School – ein Zukunftsprojekt ohne Mr D

In Kombani kann die Schullandschaft nur profitieren, wenn neue Einrichtungen für die Jüngsten erschaffen werden. Darum habe ich mit den ersten Geldern der Spenden, die mein Blog auslöste, die Grundsteinlegung einer Art Vorschule gefördert, die dann langsam wachsen soll und längerfristig in einer Grundschule aufgehen soll, die besser sein soll als die, an die ich vermittelt wurde.

Grundmauern der Vorschule

Ich habe dem Neubau Tag für Tag beigewohnt und dabei feststellen müssen, dass dies meine Kräfte übersteigt und mich überfordert. Fehlst du eins, zwei Tage auf dem Bau (und das passiert, wenn man an einer anderen Schule arbeitet), dann sind schon die Raummaße zu kurz, Fenster zu klein und der geplante Anbau für Rezeption und Schulsekretariat fehlen).

Außenküche in Mini – ein überdachter Essbereich für Schüler und Lehrkräfte und für Freiwillige aus dem Ausland

Ich müsste zur Fertigstellung noch sehr lange in Kenia bleiben, was meinen Plänen für das Sabbatical entgegensteht. Darum freue ich mich, einen Start dieses Projekts ermöglicht zu haben und werde das dann von der Ferne aus verfolgen müssen.

Eine erste Unterkunft ist bereits fertig, muss sich aber noch etwas besser in die raue Umgegend einfügen. Es fehlt noch an Grün und an Rückzugsmöglichkeiten bei den wüstenartigen Temperaturen.

Erste Heimstatt für Praktikanten

Es läuft also eher unter dem Motto – Hilfe zur Selbsthilfe und ist weiterhin ein für die Region wertvolles Projekt.

Finanzen werden in Kürze zusammengefasst, denn ein paar Rechnungen stehen noch aus.

Bei Fragen und Anregungen am besten den KONTAKT aus der Menüleiste nutzen.

17.10.2021

Zum Stand der Spendengelder heute mal ein Update:

Wir haben insgesamt 216.688 KES, um hier in Kenia tätig zu werden. Davon sind 20.000 in die Grundsteinlegung für die Schule geflossen und weitere 29.750 KES sind bereits für Schulmaterialien ausgegeben worden. In Euro bleiben uns noch 1298,14 EUR. 386,87 Euro entsprechen dem ausgegebenen Betrag.

Vielen Dank schon einmal für diese Unterstützung. Wie es weitergeht, berichte ich zeitnah.

Asante sana 🙂

Oktober 2021

Die Bauarbeiten gehen weiter. Diesen Teil der Website werde ich wie auch den Kenia-Blog jetzt rückläufig (reverse) weiterführen, denn sonst ergäben sich zwei Lesweisen, was gewiss verwirrend sein kann. Ich bleibe im Blog dabei, die neuen Spendenden und Helfenden zu benennen. Hier sei nur erwähnt, dass uns weitere Mittel überwiesen wurden und auch, dass unser Bau gut fortschreitet. Leider ist es extrem schwierig, Geld vom deutschen Konto oder auch von paypal nach Kenia zu überweisen, wenn ich selbst in Kenia bin. Mir bleibt im Moment nur der Weg über Barabhebungen, die immer Gebühren schlucken. Ich habe zwar jetzt einmal erfolgreich Xoom genutzt, aber beim zweiten Versuch wurde die Überweisung gestoppt.

Nachdem ich also wieder springen kann und die Ferien vorüber sind, konnte ich die ersten Schulmaterialien an meine Klasse ausgeben. Hier ein kleiner Kurs in der Landessprache: Asante sana – vielen Dank! Die Kinder waren sooo glücklich und da sie noch dazu in dieser Woche viele Prüfungen hatten, kam diese Malpause und die unerwarteten Geschenke wie gerufen. 

Bei den Baumaßnahmen ist noch etwas Phantasie von Nöten, aber man sieht, dass es vorangeht.

ENDE (Neueintrag)

Ich hatte an einer Stelle mal erwähnt, dass wir vielleicht die 100.000 KSH Marke knacken, aber was inzwischen der Stand ist, beeindruckt mich so sehr und hat mich eine Entscheidung treffen lassen, die von eurer Solidarität getragen, etwas Nachhaltiges bewirken kann. 

Mich hatte es ja etwas ausgehebelt, was wiederum für den Kopf ganz gut ist, denn ich hatte unfreiwillig sehr viel Zeit zum Nachdenken, dafür weniger zum Joggen und weil ich einer der Lehrer bin, die nur in den Ferien krank werden, habe ich nicht einmal gefehlt in meiner Schule, die parallel “Herbstferien” hatte bei fröhlichen 29-31 Grad (im Schatten), seufz seufz…

Wir haben nun fast 200.000 KSH zusammen, was je nach Kurs etwa 1500 Euro entspricht. Weitere Spenden sind jedoch angesagt und darum möchte ich mit einigen sehr engagierten und motivierten Leuten eine neue Schule gründen. Es wird ein Kraftakt, der aber machbar ist, denn viele Dinge sind hier einfacher umsetzbar und es bedarf keiner umständlichen ewig langen Antragsformulare und behördlicher Aufsichtsgremien, die dies oder das sofort als Ausschlusskriterien formulieren würden.

Es gibt bereits eine Infrastruktur, in die wir die Schule einbinden. Die Lage ist bizarr, teilweise mondartig und karg, die Gegend von ihrer Lage hingegen ein für die lokale Bevölkerung sehr idealer Schulort, denn unseren künftigen Schülern werden bisher sehr lange Schulwege verkürzt.

nest house

Meine zwei Hauptbedingungen an das Schulprojekt sind – fließendes Wasser und ein Mittagessen für jedes Kind pro Tag und nicht nur für die, die es bezahlen können.

Wir wollen dem Projekt Raum lassen zu wachsen und beginnen mit zwei Klassen im Vorschulalter, denn das entspricht dem hier üblichen System, wo wie in England eine Preparatory School (Vorschule, play school) der Primarschule vorgeschaltet ist. Das ist notwendig und sinnvoll, um jetzt nicht Schüler aus bestehenden Schulen abzuwerben, sondern etwas Neues auch von Anfang an entstehen zu lassen. Klar werden Kinder, die wechseln möchten, wechseln können. 

Die Gemeinde ist an an einer solchen Schule interessiert und lässt uns also beginnen.

Mein Gastgeber und Freund Ali hat angeregt durch mein Baumhaus bereits ein zweites Baumhaus/ er nennt es immer Nesthaus gebaut und daneben ist vorgestern die Überdachung für das Freiwilligen-und Kinderrestaurant (oder die Schulküche) fertig geworden. Die Helferinnen und Helfer aus dem Ausland haben dann ein gemauertes Haus, dessen Dach heute in Arbeit ist und das Baumhaus, denn sie sollen neben den Projekten in und um die Schule auch eine schöne Zeit erleben, die nicht nur geprägt durch lange Arbeitsdienste sein wird, sondern Raum lässt, die Gegend und das Land zu erkunden. 

volunteers’ home

Für die Strukturen, die das Projekt fern meiner Website helfen zu verbreiten, habe ich inzwischen Zusagen von engagierten Nachhaltigkeitsverfechtern aus Norddeutschland. Über sie und ihre Möglichkeiten, uns zu unterstützen, informiere ich euch auch auf dieser Seite.